Freitag, 21. Oktober 2011

Brückenschlag in der Mikroskopie


Carl Zeiss im Portrait | Effizienzgewinn durchkorrelative Mikroskopie



Die moderne Mikroskopie kennt zwei Welten – konventionelle Lichtmikroskope und Elektronenmikroskope. Beide Verfahren haben ihre Vorteile: Mit Lichtmikroskopen lassen sich lebende Proben betrachten, mit der Elektronenmikroskopie nur tote Strukturen.

„Die Mikroskopie hat als Basistechnologie eine große Bedeutung für die wichtigen Fragen der Zukunft der Menschheit, wie z.B. in der Biomedizin oder bei der Aufklärung von Entstehungsmechanismen bislang noch unverstandener Krankheiten. Fortschritte auf diesem Gebiet sind Antrieb für kontinuierliche Innovationen“, konstatieren Dr. Ulrich Simon, verantwortlich für die Lichtmikroskopie und Dr. Frank Stietz, verantwortlich für die Elektronenmikroskopie bei Carl Zeiss und ergänzen:
Diesem Credo folgend hat das Unternehmen nun eine Technologie entwickelt, welche die Vorteile der Licht- und Elektronenmikroskopie durch ein automatisiertes Verfahren vereint: Mittels korrelativer Mikroskopie werden Positionsdaten aus dem Lichtmikroskop in das Elektronenmikroskop übertragen, was zu einer enormen Zeitersparnis für den Anwender und zu einem 7- bis 9-fachen Effizienzgewinn führt.
Beim so genannten „Brain Mapping“ werdenmittels korrelativer Mikroskopie die gesamten Leitungsbahnen im Gehirn sichtbar. Dank hoher Auflösung in der Elektronenmikroskopie lassen sich Synapsen mit einer Größe von wenigen Nanometern erkennen. Die Lichtmikroskopie sorgt für die räumliche Orientierung. Wissenschaftler können somit die komplexe Verkabelung des Nervensystems verstehen und einen detaillierten Schaltplan des Gehirns erstellen.
Ein großer Fortschritt für die Medizin!

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